Aus dem Gemeinderat Adliswil

Politik

Aus dem Adliswiler Gemeinderat

Auf dieser Seite informieren dich wofür die GLP Adliswil sich im Gemeinderat einsetzt. Welche Vorlagen wir unterstützen oder ablehnen, welche eigenen Geschäfte wir verfolgen und welche Positionen wir vertreten. 

Adliswil - GLP und EVP bekräftigen ihr Zusammenarbeit in der neuen Legislatur

GLP und EVP bilden gemeinsame Fraktion im Adliswiler Parlament

Adliswil, 02.04.2026 – Die Evangelische Volkspartei (EVP) und die Grünliberale Partei (GLP) bilden im Adliswiler Grossen Gemeinderat eine gemeinsame Fraktion.

Mit diesem Schritt stärken wir bewusst die politische Mitte in Adliswil. Wir setzen auf eine konstruktive, lösungsorientierte Politik, die Brücken baut und unterschiedliche Perspektiven zusammenführt. Die Fraktion bietet Raum für eigene Positionen, die sich ergänzen und in den politischen Prozess eingebracht werden können. Gemeinsam verfolgen wir das grosse Ganze: ein Adliswil für alle.

Die Fraktion nimmt ihre Arbeit mit der neuen Legislatur auf.

Betreuungsgutscheine

Betreuungsgutscheine stärken – nicht aushöhlen

 

FDP, SVP, FW und EVP wollen die Vergabebedingungen für Betreuungsgutscheine stark verschärfen: mit tiefen Einkommensgrenzen, harten Vermögenslimiten und einem fixen Kostendach. Für die GLP Adliswil ist klar: Betreuungsgutscheine sind ein zentrales Instrument für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie ermöglichen Erwerbstätigkeit, entlasten Familien und stärken den Arbeitsmarkt.

 

Ja, die Treffsicherheit darf überprüft werden. Aber Nein, wir dürfen das System nicht so umbauen, dass gerade der Mittelstand ausgeschlossen und der Wiedereinstieg in den Beruf erschwert wird.

 

Ein fixes Kostendach, starre Einkommensgrenzen und hohe Mindest-Pensen setzen falsche Anreize. Wer mehr arbeiten will, darf nicht an politischen Deckeln scheitern. Die GLP steht für eine liberale Familienpolitik: gezielt, fair und realitätsnah.

 

👉 Betreuungsgutscheine sollen ermöglichen – nicht begrenzen

Die Motion zur Verschärfung der Voraussetzungen für Unterstützung lehnen wir ab.

Label Energiestadt

Das Label Energiestadt ist kein Selbstzweck.

 

Gemeinderäte von FDP, SVP, Mitte und FW verlangen dass die Zertifizierung der Stadt Adliswil als Energiestadt eingestsellt wird.

 

Das Label Energiestadt ist ein Steuerungs und Führungsinstrument für den Stadtrat  um energie- und klimapolitische Ziele sichtbar und messbar zu machen und die Koordination über verschiedene Abteilungen hinweg sicherzustellen.

 

Der grösste Initialaufwand für das Label wurde bereits geleistet. Strukturen und Prozesse stehen. Die heutigen Re-Zertifizierungskosten sind deutlich geringer als zu Beginn. Wer jetzt aussteigt, verzichtet auf bereits getätigte Investitionen und ein funktionierendes Steuerungsinstrument.

 

Gerade in Zeiten von Energie- und Klimaherausforderungen braucht es nicht weniger, sondern bessere Koordination. Für die GLP ist klar: Wir stehen für eine pragmatische, wirksame Energiepolitik – nicht für symbolische Sparübungen auf Kosten der strategischen Ausrichtung.

 

👉 Wer den Kompass streicht, spart am falschen Ort.

Die Streichung des Engergiestadt Labels lehnen wir ab.

 

Motion angenommen mit 17:16 Stimmen
Die Zertifizierung als Energiestadt wird eingestellt. 

GLP Adliswil bedauert den Entscheid des Rats, die Abschaffung des Energiestadt-Labels zu beschliessen. Aus unserer Sicht wäre es falsch, bei der Energie- und Klimapolitik gerade jenes Instrument aufzugeben, das Übersicht, Steuerung und Kontinuität schafft.
Das Label ist kein Selbstzweck, sondern hilft, Ziele im Alltag zu verankern, Massnahmen zu priorisieren und dank dem Netzwerk auch wichtige Informationen zu Fördergeldern zu erhalten. Genau das kann am Ende sogar Kosten sparen. Wer dieses Instrument streicht, riskiert Mehrkosten in der Umsetzung und verpasst Chancen.

Ja, mit der Erhöhung des Steuerfusses haben wir uns zu Leistungskürzungen verpflichtet. Aber diese müssen wohl überlegt sein und dürfen nicht mit der Giesskanne erfolgen. Sonst sparen wir am falschen Ort und zahlen später doppelt.

Adliswil soll nicht weniger, sondern smarter Klimapolitik machen. Darum braucht es das Energiestadt-Label weiterhin.

Bauprüfungen – Effizienzsteigerung

Bestehende Prozesse effizienter gestalten

 

FDP, SVP, Mitte und EVP verlangen das die Wirtschaftlichkeit der Prüfaufwendungen im Bau gesteigert wird.

 

Die GLP Adliswil unterstützt die Stossrichtung der Motion zur Überprüfung der Wirtschaftlichkeit der Prüfaufwendungen.Effiziente, zügige und professionelle Baubewilligungsverfahren sind zentral für Bauherrschaften, Planer und für eine funktionierende Stadtentwicklung.

 

Selbstverständlich dürfen Rechtssicherheit und Qualität nicht darunter leiden. Sie müssen zwingend gewahrt bleiben. Aber wir werden die Motion im Gemeinderat unterstützen, weil sie den richtigen Fokus setzt: bestehende Strukturen können noch optimiert werden.

 

👉Optimieren anstatt aufblähen.

Wir unterstützen den Auftrag bestehende Prozesse in der Produktgruppe Bau effizienter zu gestalten

Die Motion wurde mit 22 Ja zu 11 Nein und 1 Enthaltung angenommen. 

Gemeinwesenarbeit

Gemeinwesenarbeit ist kein Luxus – sie ist ein Katalysator

 

FDP, FW, SVP und EVP wollen die Fachstelle Gemeinwesenarbeit streichen und damit CHF 130’000 sparen. Begründet wird dies mit Selbstorganisation und einer starken Vereinskultur.

 

Gerade weil Adliswil von Vereinen, Initiativen und freiwilligem Engagement lebt, braucht es diese Stelle. Gemeinwesenarbeit ersetzt nichts – sie ermöglicht. Sie vernetzt, unterstützt, aktiviert und entlastet Ehrenamtliche. Sie wirkt als Katalysator für genau jene Initiativen, die nun rhetorisch gelobt, praktisch aber im Stich gelassen werden.

 

Wer die Gemeinwesenarbeit streicht, spart kurzfristig – riskiert aber langfristig eine Erosion der Vereinstätigkeit und des sozialen Zusammenhalts. Selbstorganisation entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie braucht Koordination, Anlaufstellen und Unterstützung.

 

Die GLP Adliswil steht für eine starke Zivilgesellschaft und eine schlanke Verwaltung. Für uns ist klar: Sparen ja – aber nicht dort, wo Engagement ermöglicht, Integration gefördert und Prävention geleistet wird.

 

👉 Gemeinwesenarbeit ist kein Randthema. Sie ist eine Investition in den Zusammenhalt unserer Stadt.

Die Streichung der Stelle der Gemeinwesenarbeit lehnen wir ab.

Die Motion wurde zurückgezogen und kommt nicht zur Abstimmung.

Die bürgerlichen Parteien haben die Motion zurückgezogen. Die GLP begrüsst den Rückzug. Wir haben diese Massnahme von Anfang an abgelehnt den sie hätte die Rechnung zwar kurzfristig entlastet, aber langfristig Mehrkosten verursacht. Dies entspricht nicht unserer Vorstellung einer nachhaltigen Finanzpolitik.

Die Stelle für Gemeinwesen wurde 2021 geschaffen und leistet seither wertvolle Arbeit für das Vereinsleben in Adliswil. Freiwilligenarbeit wird zunehmend komplexer. Die Unterstützung entlastet Vereinsvorstände und ermöglicht es ihnen, sich auf ihr Kernanliegen zu konzentrieren. Eine Streichung hätte die aufgebaute Struktur zerstört und müsste spätestens mit den neuen Quartieren wie den Sihlmatten oder an der Riffersstrasse teuer wieder aufgebaut werden.

Musikunterricht Primarschule

Fokussierung auf das Notwendige

 

Die SP verlangt die Wiederaufstockung der musikalischen Ausbildung in der Schule.

 

Die Stadt Adliswil hat bisher in der 1. und 2. Klasse mehr Wochenstunden für die musikalische Grundbildung vorgesehen als gesetzlich vorgeschrieben. Auf das kommende Schuljahr plant der Stadtrat keine Streichung, sondern eine Reduktion um 50 % eines überobligatorischen Angebots. Der Musikunterricht bleibt somit weiterhin Bestandteil der Primarschule.

 

Diese Anpassung führt zu Einsparungen von über CHF 200’000 und leistet einen spürbaren Beitrag zur Stabilisierung der städtischen Finanzen. Nach heutiger Einschätzung sind dadurch keine negativen Auswirkungen auf eine ganzheitliche Ausbildung zu erwarten.

Wir unterstützen daher die vom Stadtrat vorgeschlagene Reduktion eines Zusatzangebots im Musikunterricht. Die musikalische Bildung bleibt bestehen – aber in einem finanziell verantwortbaren Rahmen.

 

Die gezielte Förderung von Jugendlichen über die Musikschule ist von dieser Anpassung nicht betroffen.

👉 Verantwortung heisst: Wichtiges stärken, Extras prüfen.

Die Aufhebung der Sparmassnahme des Stadtrats lehnen wir ab.

Die Motion wurde mit 17:16 Stimmen abgelehnt. 

Die vom Stadtrat beschlossene Reduktion des Musikunterricht bleibt bestehen.